Ratgeber · AT-R05REV. 2026-A

Der „Microsoft-Support“-Anruf und andere Betrugsmaschen – so schützen Sie sich

Das Telefon klingelt. Am anderen Ende meldet sich jemand vom „Microsoft-Support“ oder von „Ihrem Computer-Sicherheitsdienst“ – oft mit englischem Akzent – und erklärt Ihnen aufgeregt, Ihr Rechner sei mit einem gefährlichen Virus infiziert. Man müsse sofort handeln. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt: Es ist eine der häufigsten Betrugsmaschen überhaupt, und sie zielt besonders auf Menschen, die niemandem Böses unterstellen. Hier erfahren Sie, wie die Masche funktioniert, woran Sie sie erkennen und was Sie tun, wenn Sie schon reagiert haben.

Wie die Masche funktioniert

Der Ablauf ist fast immer gleich. Ein angeblicher Mitarbeiter ruft unaufgefordert an und behauptet, es gebe ein Problem mit Ihrem Computer. Um „zu helfen“, bittet er Sie, ein Programm zu installieren oder eine Webseite zu öffnen – damit verschafft er sich Fernzugriff auf Ihren Bildschirm. Anschließend zeigt er Ihnen harmlose Systemmeldungen, die er als „Beweis“ für die angebliche Infektion ausgibt, und baut Druck auf: Jetzt sofort müsse etwas getan werden, sonst drohe Datenverlust.

Am Ende steht immer eine Forderung: eine Zahlung für die „Reparatur“, der Kauf einer „Sicherheitssoftware“ oder die Eingabe Ihrer Bankdaten. Manchmal wird auch verlangt, Gutscheinkarten zu kaufen und die Codes durchzugeben. Wer den Fernzugriff gewährt hat, riskiert außerdem, dass tatsächlich Schadsoftware installiert oder Passwörter ausgespäht werden.

Woran Sie den Betrug erkennen

Es gibt klare Warnzeichen. Wenn eines davon zutrifft, sollten alle Alarmglocken läuten:

  • Microsoft, Ihr Internetanbieter oder Ihre Bank rufen Sie niemals unaufgefordert an, um Sie auf einen Virus hinzuweisen. Solche Anrufe sind praktisch immer Betrug.
  • Es wird Druck und Eile erzeugt – seriöse Hilfe drängt nicht.
  • Jemand will Fernzugriff auf Ihren Computer, obwohl Sie ihn nicht darum gebeten haben.
  • Es wird eine Zahlung verlangt, besonders über ungewöhnliche Wege wie Gutscheinkarten.
  • Man fragt nach Passwörtern, PINs oder Bankdaten.

Die einfachste Regel lautet: Wenn Sie den Anruf nicht selbst veranlasst haben, ist Misstrauen angebracht. Sie dürfen jederzeit einfach auflegen – das ist nicht unhöflich, das ist klug.

Was tun, wenn Sie schon reagiert haben?

Kein Grund zur Panik, aber handeln Sie zügig:

  • Trennen Sie die Verbindung. Beenden Sie das Fernzugriffs-Programm und trennen Sie den Computer vom Internet (WLAN aus oder Netzwerkkabel ziehen).
  • Ändern Sie Ihre wichtigen Passwörter von einem anderen, sicheren Gerät aus – besonders für E-Mail und Online-Banking.
  • Informieren Sie Ihre Bank, wenn Sie Bankdaten preisgegeben oder eine Zahlung veranlasst haben. Lassen Sie gegebenenfalls Karten sperren.
  • Lassen Sie den Computer prüfen. Wurde Fernzugriff gewährt, sollte fachkundig kontrolliert werden, ob Schadsoftware installiert wurde.

So schützen Sie sich in Zukunft

Der beste Schutz ist ein kurzer Moment des Innehaltens. Lassen Sie sich nicht drängen, geben Sie niemandem Fernzugriff, den Sie nicht selbst kontaktiert haben, und sprechen Sie im Zweifel mit jemandem, dem Sie vertrauen, bevor Sie etwas tun. Ein aktueller Virenschutz und regelmäßige Updates helfen zusätzlich – aber gegen einen Anruf hilft vor allem gesundes Misstrauen.

Wir sind für Sie da – ein echter Ansprechpartner aus der Region

Der Unterschied zwischen uns und dem angeblichen „Support“ am Telefon: Wir sitzen hier in Rodewisch, Sie erreichen echte Menschen, und wir rufen Sie nicht unaufgefordert an. Wenn Sie unsicher sind, ob mit Ihrem Computer etwas nicht stimmt, oder befürchten, auf eine Masche hereingefallen zu sein, prüfen wir Ihr Gerät gründlich und richten einen verlässlichen Schutz ein.

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