Ratgeber · AT-R26REV. 2026-A

Was kostet Computerhilfe — und woran erkennen Sie einen fairen Preis?

Die Antwort zuerst: Eine Stunde Computerhilfe kostet für Privatkunden 59 € inklusive Mehrwertsteuer. Abgerechnet wird jede angefangene Viertelstunde, und wenn wir zu Ihnen fahren, kommt die Anfahrt dazu. Alles Weitere ist die Frage, was in dieser Stunde passiert.

Stand:

Sie fragen für einen Betrieb an? Firmenkunden rechnen netto — 80 € je Stunde zuzüglich Mehrwertsteuer. Zum Abschnitt für Firmen ↓

Wer nach dem Preis für eine PC-Reparatur sucht, liest fast überall „das kommt darauf an". Der Satz stimmt sogar. Nur hilft er niemandem bei der Frage, ob sich der Anruf lohnt.

Der Stundensatz und der Takt

Für Privatkunden gilt ein einziger Satz: 59 € je Stunde inklusive Mehrwertsteuer. Er ist derselbe bei Ihnen zu Hause und per Fernwartung, und er ändert sich nicht danach, ob es am Drucker hängt oder am Windows-Konto.

Abgerechnet wird jede angefangene Viertelstunde, also 15 Minuten, von der ersten an. Angefangen heißt dabei angefangen: Sind die 15 Minuten um und die Sache ist noch offen, läuft der nächste Takt. Ein kurzer Handgriff kostet damit eine Viertelstunde, eine zähe Fehlersuche entsprechend mehr.

Was der Einsatz insgesamt kostet, sagen wir Ihnen vorher. Bei planbaren Arbeiten als Betrag, bei einer offenen Fehlersuche als Rahmen, über den wir nicht hinausgehen, ohne vorher anzurufen.

Was zum Stundensatz dazukommt

Die Anfahrt wird pauschal nach Entfernung berechnet: 15 € bis 15 km, 25 € bis 30 km. Darüber sind es 25 € plus 0,60 € je Kilometer, hin und zurück gerechnet. Wichtig für die eigene Rechnung im Kopf: Die Kilometer zählen als einfache Strecke ab Rodewisch. Per Fernwartung fällt keine Anfahrt an.

Zuschläge gelten außerhalb der üblichen Geschäftszeiten, und zwar nur auf die Arbeitszeit:

  • Abend & Wochenende (außerhalb Mo–Fr 8–17 Uhr sowie Sa/So): plus 30 %, macht 77 € je Stunde inklusive Mehrwertsteuer.
  • Notdienst (sofortiger Einsatz außerhalb der Geschäftszeiten): plus 50 %, macht 89 € je Stunde inklusive Mehrwertsteuer.

Trifft beides zu, gilt der höhere Zuschlag und nicht die Summe. Auf die Anfahrtspauschale und auf Material kommt nie ein Aufschlag.

Ersatzteile und Lizenzen stecken nicht im Stundensatz. Eine neue SSD oder ein Windows-Schlüssel steht als eigene Position im Angebot. Sie sehen dadurch getrennt, was Arbeit war und was Ware.

Was in einer Stunde steckt

Eine abgerechnete Stunde teilt sich in vier Abschnitte. Wie lang der einzelne ausfällt, hängt vom Fall ab.

Diagnose. Zuerst wird eingegrenzt, woran es liegt. Dieser Schritt entscheidet, ob überhaupt ein Bauteil gekauft werden muss, und er ist bei einem sporadischen Fehler oft der längste.

Die eigentliche Arbeit. Das Bauteil tauschen, das System neu aufsetzen, die Einstellung zurechtrücken. Das ist der Teil, den man sich unter Reparatur vorstellt, und selten der aufwendigste.

Prüfung. Danach wird nachgestellt, was vorher nicht ging. Ein Rechner, der wieder hochfährt, ist noch kein Nachweis. Der Fall muss einmal komplett durchlaufen, sonst steht der zweite Termin schon fest.

Dokumentation. Was gemacht wurde und welche Teile verbaut sind, steht auf der Rechnung. Beim nächsten Mal muss dann niemand raten, was beim letzten Mal passiert ist.

Kommt dieselbe Störung nach unserer Arbeit zurück, ist das Gewährleistung. Dafür schreiben wir keine zweite Rechnung.

Takt 15 minDIAGNOSEARBEITPRÜFUNGDOKUeine Stunde · 60 Minuten

Warum die Ferndiagnose oft günstiger ist

Ein großer Teil dessen, was Privatkunden melden, hat mit Hardware nichts zu tun. Ein Drucker, der nicht mehr gefunden wird. Ein Mailkonto, das nach einem Passwortwechsel streikt. Ein Update, das quer liegt. Solche Fälle lassen sich aus der Ferne ansehen, und dann entfällt die Anfahrt komplett. Wann der Fernzugriff reicht und wann doch jemand kommen muss, steht ausführlich im Ratgeber „Fernwartung oder Vor-Ort-Termin".

Dazu kommt der Termin selbst: Ein Fernzugriff geht häufig noch am selben Tag, ein Hausbesuch braucht ein Zeitfenster im Kalender.

Vor Ort bleibt nötig, was man anfassen muss: ein Netzteil, ein Kabel im Keller, ein Gerät, das gar nicht mehr angeht. Wie eine Sitzung abläuft und was Sie dabei auf dem Bildschirm sehen, steht auf der Seite Fernwartung.

Was wir nicht berechnen

Ein Preis lässt sich am ehesten daran prüfen, wofür jemand nichts verlangt.

Das Erstgespräch. Schildern Sie am Telefon, was los ist. Das kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird. Kommen wir für die Einschätzung zu Ihnen, berechnen wir ausschließlich die Anfahrtspauschale, keine Arbeitszeit.

Eine Datenrettung, die nicht klappt. Für logische Schäden gilt ein Festpreis von 149 € inklusive Mehrwertsteuer, solange der Datenträger noch erkannt wird. Bezahlt wird nur bei Erfolg: Retten wir nichts, berechnen wir nichts außer der Anfahrt. Mechanische Schäden gehen an ein Reinraumlabor, die Kosten erfahren Sie dort, bevor der Datenträger das Haus verlässt.

Die Auskunft, dass sich etwas nicht mehr lohnt. Ist ein Gerät die Reparatur nicht mehr wert, hören Sie das, bevor Arbeitszeit anfällt. Das ist unbequem für jemanden, der vom Reparieren lebt. Es bleibt trotzdem die richtige Auskunft.

Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen

Der Stundensatz allein sagt wenig. Entscheidend ist, ob am Ende die Summe dasteht, mit der Sie gerechnet haben. Fünf Punkte, an denen sich das vorher prüfen lässt:

  • Nichts Schriftliches. Ein Angebot, das nur mündlich existiert, ist keins. Bei einer offenen Fehlersuche muss es kein Festpreis sein, aber Stundensatz, Takt und Obergrenze gehören in eine Mail.
  • Kein Festpreis, wo einer möglich wäre. Ein Datenumzug oder der Einbau einer SSD sind planbare Arbeiten. Wer den Umfang kennt, kann dafür einen Betrag nennen.
  • Ein Stundensatz ohne Takt. Die Zahl allein trägt nicht. Eine angefangene Stunde ist etwas völlig anderes als eine angefangene Viertelstunde.
  • Ein Versprechen ohne Diagnose. „Der läuft danach wieder" ist keine Aussage, solange niemand das Gerät gesehen hat.
  • Druck beim Termin. Eine Unterschrift, die sofort fallen muss, weil das Angebot sonst weg ist, hat mit dem technischen Problem nichts zu tun.

Lohnt sich die Reparatur noch?

Es gibt keine Grenze, ab der die Antwort automatisch Nein lautet. Reparieren lohnt sich, solange der Aufwand unter dem Ersatz bleibt und das Gerät danach noch eine Weile mitmacht. Beides lässt sich vor der Arbeit abschätzen.

Ist der Rechner nur langsam geworden, ist das selten ein Reparaturfall, sondern meistens eine Frage von Arbeitsspeicher und Datenträger. Was dabei wirklich hilft, steht im Ratgeber „PC ist langsam".

Startet er gar nicht mehr, entscheidet zuerst, wie weit er kommt. Die Prüfschritte dafür und die Stelle, ab der Weiterprobieren die Daten gefährdet, stehen im Ratgeber „PC startet nicht".

Gegen die Reparatur spricht, wenn Ersatzteile für das Modell schwer zu bekommen sind, wenn mehrere Baugruppen gleichzeitig schwächeln oder wenn das Gerät kein unterstütztes Windows mehr bekommt. Dann steckt Geld in einer Verlängerung mit absehbarem Ende. Ist ein neues Gerät die ehrlichere Antwort, finden Sie die Auswahl unter Hardware & Beschaffung.

Für Firmen gilt ein anderer Satz

Firmenkunden rechnen und vergleichen netto, deshalb steht dort eine andere Zahl: 80 € je Stunde zuzüglich Mehrwertsteuer. Das ist kein umgerechneter Privatsatz, sondern ein eigener Preis für einen anderen Umfang, von der Serverwartung bis zum Arbeitsplatz im Betrieb.

Abrechnungstakt und Anfahrtsstaffel sind dieselben. Statt nach Stunden lässt sich auch eine monatliche Pauschale vereinbaren. Die vollständige Liste mit Zuschlägen und Standardpaketen steht auf der Seite Preise, der Leistungsumfang unter IT-Service für Unternehmen.

Häufige Fragen

Was kostet eine PC-Reparatur?

Die Arbeitszeit kostet 59 € je Stunde inklusive Mehrwertsteuer, abgerechnet in Schritten von 15 Minuten. Kommen wir zu Ihnen, kommt die Anfahrtspauschale dazu, ab 15 €. Ersatzteile und Lizenzen stehen getrennt im Angebot. Was Ihr Fall insgesamt kostet, sagen wir Ihnen vorher.

Was kostet Computerhilfe pro Stunde?

Für Privatkunden 59 € inklusive Mehrwertsteuer. Derselbe Satz gilt bei Ihnen zu Hause und per Fernwartung. Firmenkunden rechnen netto, dort sind es 80 € zuzüglich Mehrwertsteuer für einen anderen Leistungsumfang.

Warum wird je angefangene Viertelstunde abgerechnet?

Weil 15 Minuten die kleinste Einheit sind, die sich sauber messen lässt. Wäre die angefangene Stunde der Takt, würde ein kurzer Handgriff eine volle Stunde kosten. Der Takt läuft von der ersten Minute an, nicht erst nach einer Kulanzzeit. Dafür zahlen Sie am Ende näher an der Zeit, die tatsächlich gebraucht wurde.

Was kostet die Anfahrt?

Pauschal nach Entfernung: 15 € bis 15 km, 25 € bis 30 km. Darüber 25 € plus 0,60 € je Kilometer, hin und zurück gerechnet. Die Kilometer zählen als einfache Strecke ab Rodewisch. Per Fernwartung entfällt die Anfahrt ganz.

Kostet ein Termin am Abend oder am Wochenende mehr?

Ja. Für Einsätze außerhalb Mo–Fr 8–17 Uhr sowie Sa/So kommen 30 % auf die Arbeitszeit, macht 77 € je Stunde inklusive Mehrwertsteuer. Für einen Notdienst (sofortiger Einsatz außerhalb der Geschäftszeiten) sind es 50 %, also 89 €. Zusammengerechnet werden die beiden nicht, es gilt der höhere. Auf Anfahrt und Material liegt nie ein Zuschlag.

Was kostet die Datenrettung?

Für logische Schäden gilt ein Festpreis von 149 € inklusive Mehrwertsteuer, solange der Datenträger noch erkannt wird. Die Diagnose ist kostenlos, und Sie zahlen nur bei Erfolg: Retten wir nichts, berechnen wir nichts außer der Anfahrt. Mechanische Schäden geben wir an ein Reinraumlabor weiter; die Kosten erfahren Sie dort verbindlich, bevor der Datenträger das Haus verlässt.

Lohnt sich die Reparatur noch?

Als grobe Linie: Reparieren lohnt sich, solange ein einzelnes Bauteil die Ursache ist und das Gerät danach noch Sicherheitsupdates bekommt. Sind mehrere Teile gleichzeitig schwach oder ist das Modell zu alt für ein unterstütztes Windows, steckt das Geld in einer Verlängerung mit absehbarem Ende. Diese Einschätzung bekommen Sie vor der Arbeit, nicht auf der Rechnung danach.

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